HTML/Textauszeichnung/a

Aus SELFHTML-Wiki
< HTML‎ | Textauszeichnung(Weitergeleitet von A)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Mit einem a-Element können Sie einen Link zu einem anderen Dokument oder zu einem Anker (anchor) setzen. Hyperlinks, auch „Verweise“ genannt, sind ein entscheidender Bestandteil jedes Hypertext-Projekts und der „intelligente Mehrwert“ des World Wide Web.

Ursprünglich war ein a-Element mit einem name-Attribut ein Sprungziel eines Verweises, dies ist jedoch mittlerweile obsolet. Heute kann jedes beliebige Element mit einem id-Attribut als Verweisziel fungieren.

Das Thema Verweise in Internetseiten ist recht komplex und wird deshalb in diesem Wiki auch an weiteren Stellen und in anderen Zusammenhängen bearbeitet.


  • Chrome
  • Firefox
  • IE
  • Opera
  • Safari
  • HTML 2.0
Beispiel: eine kleine Verweissammlung ansehen …
<p> <a href="http://www.tagesschau.de/">ARD Tagesschau</a> - ein externer Verweis<br> <a href="./Beispiel:HTML_a-Element2.html">SelfHTML</a> - ein interner Verweis </p> <p> Der erste der obigen Verweise führt zu einem anderen Web-Angebot. Der andere Verweis führt zu einem „lokalen“ Ziel innerhalb des Selfthtml-Wiki. </p> <h2>Beispiel für einen Link, der mehrere HTML-Elemente enthält</h2> <a href="https://validator.w3.org/"> <h2>Validator</h2> <p>Überprüfen Sie Ihre Webseiten auf mögliche Fehler!</p> </a>

Als Inhalt des a-Elements, also zwischen <a> und </a>, notieren Sie den Text, der dem Anwender als Verweis angeboten wird (bei den meisten Web-Browsern andersfarbig, meist unterstrichen).

Wenn Sie das a-Element benutzen, um einen Anker (ein Sprungziel) festzulegen, kann das a-Element auch leer sein, also
<a id="textmarke1"></a>Text ... ist ebenso valide wie <a id="textmarke2">Text ...</a>
Hinweis: Als Anker (Sprungziel) ist jedes id-Attribut in jedem beliebigen Element geeignet, zum Beispiel
<h2 id="textmarke3">Kapitel 3</h2>
Der Verweis zu dieser Stelle (auf der gleichen Seite) würde dann lauten
<a href="#textmarke3">zum Kapitel 3</a>

In HTML4 konnten nur Klartext, inline-Elemente wie span oder Grafiken verlinkt werden. In HTML5 können Sie das a-Element als Elternelement für beliebig viele Kindelemente (auch Blockelemente wie aside, etc.) verwenden.


Attribute[Bearbeiten]

accesskey[Bearbeiten]

href[Bearbeiten]

Das href-Attribut (href = hyper reference = Hyper(text)-Referenz) verwandelt das a-Element in einen Verweis, indem Sie ihm das gewünschte Verweisziel als Wert zuweisen.

Beachten Sie, dass Sie den genauen Speicherort im href-Attribut richtig referenzieren, wenn Sie eine Datei einbinden. Ansonsten produzieren Sie einen toten Link, der Benutzer verärgert.
Empfehlung: Achten Sie darauf, dass Verweise immer als solche erkennbar sind.

hreflang[Bearbeiten]

Mit dem hreflang-Attribut können Sie die Sprache des Linkzieles angeben. Der Attributwert ist ein IANA-Sprachkürzel.


rel[Bearbeiten]

Mit dem rel-Attribut können Sie bei einem Verweis angeben, in welcher logischen Beziehung er zu seinem Verweisziel steht. Welche Angaben hier möglich sind, wird unter HTML/Kopfdaten/Link beschrieben (die Besonderheit des Firefox zu „next“ greift nicht beim a-Element). Daneben sind auch Rückverweise mit dem rev-Attribut möglich, das aber unter HTML5 deprecated ist.

  • HTML 4.0
  • XHTML 1.0

tabindex[Bearbeiten]

Es ist möglich, mit Hilfe der Tabulator-Taste die Verweise einer HTML-Datei anzuspringen (mit der Return-Taste ist der Verweis dann ausführbar). Normalerweise werden die Verweise dabei in der Reihenfolge angesprungen, in der sie in der Datei definiert sind. Sie können jedoch mit dem Universalattribut tabindex eine andere Reihenfolge festlegen.

  • HTML 4.0
  • XHTML 1.0
  • Chrome
  • Firefox
  • IE
  • Opera
  • Safari
Beispiel ansehen …
<a href="http://german.imdb.com/" tabindex="4">Movie Database</a>
<a href="http://www.theonlineblues.com/" tabindex="2">Chart Lyrics</a>
<a href="http://www.meinestadt.de/" tabindex="1">Meine Stadt</a>
<a href="http://paperball.fireball.de/" tabindex="3">Paperball</a>
Mit dem Universalattribut tabindex können Sie Angaben zur Tabulator-Reihenfolge machen. Beim Anspringen der Verweise mit der Tabulator-Taste wird zuerst der Verweis mit der niedrigsten Tabindex-Nummer angesprungen, dann der mit der zweitniedrigsten usw. und als letztes der Verweis mit der höchsten Tabindex-Nummer. Im obigen Beispiel wird also zuerst der dritte Verweis angesprungen, dann der zweite, dann der vierte und zuletzt der erste.

Tabindizes beziehen sich stets auf das gesamte angezeigte Dokument. Dabei werden auch Formulare sowie Verweisbereiche in Grafiken und Objekten mit einbezogen. Wenn Sie außer normalen Verweisen auch solche Elemente in Ihrer Datei haben, sollten Sie die Tabulator-Reihenfolge für alle Elemente gemeinsam festlegen. Das bedeutet aber auch, dass es in den meisten Fällen sinnvoll ist, auf eine geänderte Tabulatorreihenfolge zu verzichten.

target[Bearbeiten]

Mit dem target-Attribut können Sie ein Zielfenster für Verweise festlegen, so dass ein Verweisziel im aktuellen oder einem neu geöffneten Browserfenster oder Tab (Registerkarte) angezeigt wird.

  • Chrome
  • Firefox
  • IE
  • Opera
  • Safari
  • HTML 4.0
  • XHTML 1.0

Folgende Werte sind möglich:

  • _self: öffnet im aktuellen Fenster (Standardwert)
  • _blank: öffnet in neuem Fenster
  • _parent: Elternfenster
  • _top: oberstes Fenster
  • <name>: eigener Fenstername für vorhandenes oder neues Fenster
Beispiel ansehen …
<!doctype html>
<html>
  <head>
    <meta charset = "utf-8">
    <title>Verweis in neuem Fenster</title>
  </head>
  <body>
    <p>
      <a target= "_blank" href="https://www.heise.de/newsticker/" rel="noopener">Heise Newsticker</a> 
      in einem neuen Fenster
    </p>
  </body>
</html>

Ursprünglich war das target-Attribut für eine effektive Arbeit mit Framesets gedacht und Sie konnten mit target festlegen, in welchem Frame das Linkziel dargestellt werden soll.

Per Voreinstellung werden alle Verweise im aktuellen Browserfenster geöffnet. Wenn Sie dieses Verhalten für Ihre Internetdokumente nicht wünschen, können Sie in den Kopfdaten der HTML-Datei eine andere Zielfensterbasis angegeben.

pro und kontra target-Attribut[Bearbeiten]

Das Öffnen neuer Browserfenster ist eine umstrittene Angelegenheit. Während die einen es lieber sehen, wenn ein anderes Angebot oder auch nur ein anderer Bereich einer Website sich in einem neuen Fenster öffnet und somit das ursprüngliche Dokument im Hintergrund geöffnet bleibt, sehen es andere als eine Bevormundung an, dem Nutzer ohne seinen ausdrücklichen Wunsch ein neues Browserfenster zu öffnen. Ein neues Fenster verhindert auch das Nutzen von Navigationselementen zum Blättern, die jeder Browser mitbringt, oder zusätzlichen Vorwärts- und Zurück-Tasten auf Tastaturen oder Mäusen. In den Strict-Varianten von HTML 4.01 und XHTML 1.0 ist aus diesen Gründen das target-Attribut nicht enthalten. In HTML5 ist es wieder erlaubt.[1]

Empfehlung: Wenden Sie target="_blank" nur dann an, wenn das Öffnen im gleichen Tab zu einem gravierenden Datenverlust für den User führen würde. In einem solchen Kontext würde ein User sehr wahrscheinlich sowieso einen neuen Tab öffnen.
Beachten Sie: Wenn Sie target="_blank" einsetzen, sollten Sie aus Gründen des Sicherheit[2] auch rel="noopener" zum betreffenden a-Element hinzufügen – oder ganz auf das Öffnen von neuen Tabs (externer Seiten) verzichten.

Eine Unterscheidung zwischen Fenstern und Tabs / Registerkarten oder Ähnlichem ist im HTML-Standard nicht vorgesehen. Ob sich ein Fenster oder ein Tab öffnet, ist lediglich im Browser einstellbar. In einigen Browsern kann man über eine Konfigurationseinstellung das Öffnen neuer Fenster/… auch grundsätzlich verbieten.

Nutzer können beim Klicken auf den Link das Verweisziel

  • mit gedrückter Shift-Taste in einem neuen Fenster …
  • mit gedrückter Strg-Taste in einem neuen Tab …

öffnen.

title[Bearbeiten]

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für das gleichnamige Element siehe HTML/Kopfdaten/title.


  • Chrome
  • Firefox
  • IE
  • Opera
  • Safari
  • HTML 4.0

Das title-Attribut soll dem Betrachter einen inhaltlichen Hinweis darauf geben, was er hinter dem Link zu erwarten hat. In den meisten aktuellen Browsern wird das title-Attribut als Tooltip dargestellt, also als kleiner Kasten, der auftaucht, sobald der Mauszeiger einen Moment über dem Element verweilt. Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn der Inhalt nicht eindeutig aus dem Verweistext (oder Bild), also dem, was zwischen den a-tags steht, klar wird, zum Beispiel bei Verweisen im Fließtext.

Beispiel
<!doctype html>
<html>
  <head>
    <meta charset = "utf-8">
    <title>Titel in Verweisen</title>
  </head>
  <body>
    <p>
      Auf folgender Seite haben wir für Sie 
      <a title="Startseite des Selfhtml-Wikis" href="http://www.wiki.selfhtml.org">
          allgemeine Informationen zum Selfhtml-Wiki 
      </a>
      zusammengestellt.
    </p>
  </body>
</html>
Verwenden Sie stets aussagekräftige Linktexte. (Wie sieht ein guter Verweis aus?)
Beachten Sie: Auf Geräten ohne Maus ist die Unterstützung des title-Attributs möglicherweise mangelhaft.

Spezielle Verweisziele[Bearbeiten]

Download-Verweise[Bearbeiten]

Durch die Angabe von Download öffnet sich ein Fenster, bei dem sich der Benutzer entscheiden kann, die Zieldatei im Browser (mit einem vom Browser vorgeschlagenen Programm) zu öffnen oder auf der Festplatte zu speichern. Aber auch Browser, die das download-Attribut nicht kennen, erkennen manche Dateiendungen wie .zip oder .pdf und öffnen eine Dialog-Box mit Optionen.

  • Chrome
  • Firefox
  • Edge
  • Opera
  • Safari
  • HTML5

Details: caniuse.com

Beispiel ansehen …
<h1>Ein Download-Link-Verweis</h1> 
<figure> 
    <a href="https://wiki.selfhtml.org/images/3/31/Hund.gif" download>
        <img src="https://wiki.selfhtml.org/images/3/31/Hund.gif" alt="Hund.">
    </a> 
    <figcaption>Klicken Sie zum Download (GIF, 2.268 Byte)</figcaption>
</figure> 
<hr>
<p> 
    Das Template Nr. 12 können Sie kostenfrei 
    <a href="http://…" download="SELFHTML-Template12.zip">
        downloaden 
    </a>. (ZIP, 97kB, MD5-Prüfsumme: 7fe40233ae8350fbbe46001e0d9c372b)
</p>

Beim Ausführen der Links wird in Abhängigkeit von den Browsereinstellungen die Ressource direkt gespeichert oder zum Download angeboten. Für den zweiten Link wird durch den Wert des download-Attributes ein Dateiname vorgeschlagen. Bis auf die Microsoft-Browser Edge und Internet Explorer verhalten sich derzeit (April 2017) alle aktuellen Browser-Versionen spezifikationsgemäß, nur Edge ignoriert einen vorgeschlagenen Dateinamen, der Internet Explorer kennt das download-Attribut gar nicht.

Wenn man Zugriff auf den Server hat, kann man HTTP-Header senden, die dem Browser vorgaukeln, es handle sich um eine Binärdatei unbekannten MIME-Typs.

Beispiel
$path = './download/mp3/song.mp3';
$filename = preg_replace('~^.*/~', '', $path);

// this header forces a download dialog in the browser
header('Content-Type: application/octet-stream');

header(sprintf(
  'Content-Disposition: attachment; filename="%s"',
  $filename
));

header('Content-Transfer-Encoding: binary');
header('Content-Description: File Transfer');
header('Content-Length: '.fsize($path));
header('Accept-Ranges: bytes');

readfile($path);

exit;

Verweise auf beliebige Dateien[Bearbeiten]

Sie können auf jede beliebige Datei (Audio-Dateien, Tabellenkalkulations-Dateien, CAD-Dateien, Videodateien, Grafikdateien, Textverarbeitungs-Dateien, Programmdateien, und auch Datenbankdateien) einen Verweis setzen. Aus Sicht von HTML ist das kein Problem.

  • Chrome
  • Firefox
  • IE
  • Opera
  • Safari
  • HTML 2.0

Das Problem besteht darin, was der Web-Browser des Anwenders mit den Dateien anfangen kann, bzw. wie er ihren Inhalt korrekt anzeigen oder abspielen lassen kann. Um dem Browser die Aufgabe zu erleichtern, um welche Art von Datei es sich handelt, können Sie den MIME-Typ der Datei angeben, auf die Sie verweisen.

Beispiel
<p>
  <a href="einsundeins.xls" type="application/msexcel">einsundeins.xls</a> 
  Ein Verweis auf eine Excel-Datei
</p>
Durch die Angabe des MIME-Types application/msexcel erkennt der Browser, dass es sich um eine Tabellenkalkulation handelt.

Klickbare Telefonnummern[Bearbeiten]

Sie können Benutzern mobiler Geräte entgegenkommen, wenn Sie Ihre Telefonnummer auf Ihrer Webseite als Link veröffentlichen. Damit können diese Benutzer die Nummer einfach anklicken, anstatt die Nummer eingeben zu müssen.

Beispiel
<h1>Ruf! Mich! An!</h1> <address> <p>24h erreichbar:<br> <a href="tel:+499123456789">09123 456789</a> </p> </address>

Telefon-Verweise beginnen immer mit tel: (und ohne // dahinter). Der Verweis ist bei Anwendern nur ausführbar, wenn der Web-Browser das automatische Wählen unterstützt. Es ist sinnvoll, im Verweistext die Telefonnummer noch einmal explizit zu nennen.

Beachten Sie: Fügen Sie immer das Pluszeichen und die internationale Vorwahl hinzu, vergessen Sie nicht, die führende Null der Ortsvorwahl zu entfernen.

Mobile Browser können bei bestimmten Zahlenangaben automatisch einen tel:-Link generieren – selbst dann, wenn es sich lediglich um die Angabe von Seitenzahlen (z. B. "S. 1234-1238") handelt. Für diese Fälle könnte es ratsam sein, vorsorglich einen CSS-Code zu generieren, um den Browser-generierten Code zu überschreiben, z. B. durch a[href^="tel:"]. Durch das meta-Element format-detection lässt sich das Verhalten dokumentweit steuern.

Skype mit aktivem Link[Bearbeiten]

Auch ein Skype-Anschluss kann so mit einem Klick aktiviert werden:

Beispiel
<h1>On skype!</h1> <address> <p>on Skype:<br> <a href="skype:selfhtml_123">skype:selfhtml_123</a> </p> </address>

E-Mail-Verweise[Bearbeiten]

Sie können auf jede beliebige E-Mail-Adresse im Internet-Format einen Verweis setzen. Eine Internet-gerechte E-Mail-Adresse erkennen Sie u. a. an dem Zeichen @ innerhalb der Adresse. Wenn der Anwender auf den Verweis klickt, kann er eine E-Mail an den betreffenden Empfänger absetzen.

  • Chrome
  • Firefox
  • IE
  • Opera
  • Safari
  • HTML 2.0
Beispiel
<h1>Impressum</h1> <p>Verantwortlich für den Inhalt dieser Seiten <a href="mailto:fritz.eierschale@example.org">Fritz Eierschale, fritz.eierschale@example.org</a> </p>

E-Mail-Verweise beginnen immer mit mailto: (ohne // dahinter!). Der Verweis ist bei Anwendern nur ausführbar, wenn der Web-Browser das Erstellen und Absenden von E-Mails unterstützt oder wenn bei solchen Verweisen automatisch ein E-Mail-Programm oder Webmail-Service aufgerufen wird. Es ist sinnvoll, im Verweistext die E-Mail-Adresse noch einmal explizit zu nennen (so wie im obigen Beispiel), damit Anwender, bei denen der E-Mail-Verweis nicht ausführbar ist, auf Wunsch separat eine E-Mail senden können.

Beachten Sie: Wenn Sie eine real existierende E-Mail-Adresse im Klartext im Internet veröffentlichen, können Sie sicher sein, dass diese Adresse früher oder später jede Menge Spam erhält.

Optionen bei E-Mail-Verweisen[Bearbeiten]

Die hier beschriebenen Optionen sind nicht im HTML-Standard verankert, widersprechen diesem aber auch nicht unbedingt, solange die Kodierungsregeln für URIs eingehalten werden. Da sie von vielen Browsern interpretiert werden, sollen sie hier erwähnt werden.

  • Chrome
  • Firefox
  • IE
  • Opera
  • Safari
  • HTML 2.0

Sie können:

  • E-Mail-Verweise an mehrere Empfänger senden, wahlweise cc (sichtbare Kopienempfänger) oder bcc (unsichtbare Kopienempfänger),
  • anstelle einer einfachen E-Mail-Adresse ein vollständiges Empfängerschema angeben wie Fritz Eierschale <fritz.eierschale@example.org>
  • ein Subject vordefinieren, sodass beim Öffnen des E-Mail-Editors das Betreff-Feld bereits mit einem Text Ihrer Wahl ausgefüllt ist,
  • einen Body-Inhalt vordefinieren, sodass beim Öffnen des E-Mail-Editors bereits Text im Nachrichtentext der E-Mail steht, z.B. eine Anrede,
  • alle Optionen kombinieren.

Es besteht jedoch keinerlei Garantie, dass alle Möglichkeiten in allen Browsern und allen Kombinationen mit E-Mail-Programmen funktionieren. Einige Clients übernehmen die Parameter, wenn der Link geklickt wird. Wird jedoch die Funktion "Link-Adresse kopieren" angewendet, so wird oft nur die Mail-Adresse ohne Parameter übernommen.

Beispiel: ein Hauptempfänger, ein sichtbarer Kopienempfänger
<a href="mailto:beispiel@example.org?cc=heidi.froehlich@example.org">
    Mail mit Kopie
</a>
Beispiel: ein Hauptempfänger, ein unsichtbarer Kopienempfänger
<a href="mailto:beispiel@example.org?bcc=heidi.froehlich@example.org">
    Mail mit Geheimkopie
</a>
Beispiel: vordefinierter Betreff
<a href="mailto:beispiel@example.org?subject=eine%20Mail%20von%20deinen%20Web-Seiten">
    Mail mit Betreff
</a>
Beispiel: vordefinierter Nachrichteninhalt
<a href="mailto:beispiel@example.org
         ?body=Hallo%20Fritz,%0D%0A%0D%0Aich%20wollte%20nur%20sagen,%20dass%20">
    Mail mit Body
</a>
Beispiel: kombinierte Optionen
<a href="mailto:fritz.eierschale@example.org
         ?cc=heidi.froehlich@example.org&amp;subject=Hallo%20Fritz,%20hallo%20Heidi">
    Mail mit cc und Betreff</a>
Beispiel: zwei Hauptempfänger
<a href="mailto:beispiel@example.org,%20heidi.froehlich@example.org">
   Mail an zwei
</a>
Beispiel: vollständiges Adressierungsschema
<a href="mailto:Fritz%20Eierschale%20%3Cfritz.eierschale@example.org%3E">
    Mail mit Adressierungsschema
</a>


Die Optionen werden im href-Attribut notiert. Es gibt also keine speziellen HTML-Attribute für diese Optionen und deshalb ist die Handhabung auch etwas umständlich. Zuerst wird wie üblich der Empfänger notiert. In den obigen Beispielen (mit Ausnahme des letzten) geschieht das jeweils durch mailto:beispiel@example.org. Dahinter wird ein Fragezeichen ? notiert. Das ist in der URI-Syntax das übliche Zeichen, um Parameter an eine aufgerufene Adresse zu übergeben. Hinter dem Fragezeichen folgen die Parameter. Jede Option ist so ein Parameter und besteht aus einem Namen, einem Gleichheitszeichen und einem zugewiesenen Wert. Als Optionsnamen sind erlaubt:

  • cc (sichtbarer Kopienempfänger),
  • bcc (unsichtbarer Kopienempfänger),
  • subject (Betreff) und
  • body (Nachrichtentext).

Ein Konstrukt wie cc=heidi.froehlich@example.org ist also ein vollständiger Parameter und bedeutet: „sichtbare Kopie an heidi.froehlich@example.org“.

Bei den Wertzuweisungen an die Parameter können Zeichen vorkommen, die in einer URL eine besondere Bedeutung haben, beispielsweise leitet das Fragezeichen ? den Bereich mit den Parametern ein, man darf es folglich nur kodiert in einer URL benutzen, wenn man das Zeichen selbst und nicht seine besondere Bedeutung erzielen möchte. Die sogenannte URL-Codierung besteht darin, ein Prozentzeichen zu notieren, gefolgt von der hexadezimal ausgedrückten Zeichennummer des gewünschten Zeichens.

Die folgende Tabelle listet Zeichen auf, die in URLs kodiert werden müssen. Sie ist für auf ASCII aufbauenden Zeichenkodierungen gültig, wie z. B. das weit verbreitete UTF-8 oder ISO-8859-1. Links steht das Zeichen, rechts die Zeichenkette, die sie an Stelle des gewünschten Zeichens verwenden müssen.

Zeichen Zeichenkette für Codierung
[neue Zeile]  %0A
[Wagenrücklauf]  %0D
[Leerzeichen]  %20
 !  %21
#  %23
 %  %25
*  %2A
/  %2F
<  %3C
>  %3E
 ?  %3F

Für das Kodieren dieser reservierten Zeichen bieten die meisten Programmiersprachen eingebaute Funktionen oder Erweiterungen an. Auch sind passende Konverter zu Hauf im Internet zu finden.

Wenn Sie mehrere Optionen kombinieren wollen, also z. B. zugleich cc und bcc, müssen Sie die Optionen durch ein kaufmännisches Und (&) voneinander trennen. Dieses Zeichen darf in HTML nicht – auch nicht bei einer Wertzuweisung an ein Attribut – unkodiert vorkommen. Für korrektes HTML muss es also als &amp; geschrieben werden. Die folgende Zeichenkette: cc=heidi.froehlich@example.org&amp;subject=Hallo%20Fritz,%20hallo%20Heidi kombiniert also die Optionen für cc und subject.

Das letzte der obigen Beispiele zeigt, wie Sie ein vollständiges Adressierungsschema gemäß RFC 822 als mailto-Adresse angeben. Ein solches Schema, wie Sie es vermutlich aus Ihrer E-Mail-Korrespondenz kennen, lautet beispielsweise: Fritz Eierschale <fritz.eierschale@example.org> In einem E-Mail-Verweis muss die Zuweisung an das href-Attribut so aussehen: mailto:Fritz%20Eierschale%20%3Cfritz.eierschale@example.org%3E

Andere Protokolle[Bearbeiten]

Neben den hier zumeist beschriebenen Protokollen http:// bzw. https:// (Server, bei denen die Datenübertragung von und zum Browser verschlüsselt stattfindet, z.B. bei Internet-Banking) können Sie auch andere Internet-Protokolle adressieren, beispielsweise FTP-Adressen mit ftp:// oder Telnet-Adressen mit telnet://. Auch Newsgroups im Usenet können Sie adressieren, nämlich mit news: (ohne die beiden sonst charakteristischen Schrägstriche). Dabei kommt es auf den Web-Browser an, wie er damit umgeht. Nahezu alle modernen Browser beherrschen zumindest FTP und stellen entsprechende Adressen in ihrem Anzeigefenster dar. Bei Protokollen, die der Browser nicht unterstützt, versucht er, auf dem Rechner des Anwenders ein Programm auszuführen, das für das entsprechende Internet-Protokoll zuständig ist. Bei Telnet wird beispielsweise ein auf dem Rechner installierter Telnet-Client aufgerufen, und bei Verweisen auf Newsgroups ein Newsreader oder das Newsreader-Modul eines E-Mail-Programms. Bei Newsgroups muss jedoch ein News-Server im Newsreader des Anwenders eingerichtet sein, der die adressierte Newsgroup anbietet.

Es gibt neben den angesprochenen Internet-Protokollen auch noch andere, etwa wais oder irc. Ferner gibt es das „Un-Protokoll“ file, über das sich lokale Rechner und Netzwerkadressen absolut adressieren lassen, mit Angaben wie <a href="file://localhost/">...</a>. Dies wird von moderneren Browsern jedoch aus Sicherheitsgründen nicht mehr oder nur noch eingeschränkt unterstützt und ist auch nicht besonders sinnvoll, da es heute wirklich kein Problem mehr ist, für lokale Zwecke einen Web-Server lokal einzurichten.

Quellen[Bearbeiten]

  1. W3C: target - valid-browsing-context-name-or-keyword
  2. Mathias Bynens: About rel=noopener – What problems does it solve?

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]