Mitgliederversammlung 2017


Die diesjährige Mitgliederversammlung des Vereins SELFHTML e.V. findet am 7.10.2017 um 10:00 Uhr in Berlin statt.

Die Adresse des Tagungsortes sowie die geplante Tagesordnung entnehmt ihr bitte der Seite Mitgliederversammlung 2017.

Interessierte Gäste sind gern gesehen.

Anmeldung: https://forum.selfhtml.org/events/2

HTML/Regeln/Konventionen für Dateinamen

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Dateinamen im Hinblick auf Server-Rechner[Bearbeiten]

Die meisten Server-Rechner im heutigen Web haben ein Unix- oder von Unix abgeleitetes Betriebssystem. Unix unterscheidet strikt zwischen Groß- und Kleinschreibung bei Dateinamen. Wer sein Web-Projekt beispielsweise in einer DOS-/Windows-Umgebung erstellt, wo dies keine Rolle spielt, kann bittere Erfahrungen machen, wenn plötzlich die lokal funktionierenden Verweise und Grafikreferenzen nach dem Hochladen auf den Server-Rechner nicht mehr funktionieren. Der Grund ist in solchen Fällen, dass beispielsweise in den HTML-Dateien kleingeschriebene Verweisziele oder Grafikdateinamen notiert wurden, während das DOS-/Windows-System großgeschriebene Dateinamen an den Server übertragen hat.

Es bleibt Ihnen in einem solchen Fall kaum eine andere Möglichkeit, als entweder die Dateien auf dem Server-Rechner mit Hilfe von FTP-Befehlen so umzubenennen, wie sie in den Verweisen und Grafikreferenzen notiert sind, oder die Verweise und Grafikreferenzen so anzupassen, dass die referenzierten Ziele korrekt gefunden werden. Wenn Sie mit einem System arbeiten, das Groß-/Kleinschreibung bei Dateinamen zwar für die Optik, aber nicht intern unterscheidet (z.B. Windows), ist es am sichersten, Sie erzeugen Dateinamen, die nur aus Kleinbuchstaben bestehen, und in Verweisen und Grafikreferenzen notieren Sie ebenfalls alle Dateinamen in Kleinbuchstaben.

Sollten Sie andererseits selbst ein Unix-System verwenden, so sollten Sie es vermeiden, innerhalb eines Verzeichnisses Dateinamen zu vergeben, die sich nur im Hinblick auf Groß- und Kleinschreibung unterscheiden (z.B. index.html, Index.html, INDEX.HTML). Eine derartige Benennung wäre nicht nur äußerst ungewöhnlich, sondern Sie könnten die Dateien mit solchen Namen auch nicht mehr auf einem Server mit einem Windows-Dateisystem ablegen. Auch kann ein Windowsanwender die Dateien in der obigen Form nicht lokal auf seinem System speichern.

Dateinamen im Hinblick auf Kompatibilität[Bearbeiten]

Wenn Sie Ihr Web-Projekt ausschließlich für den Einsatz im Web erstellen, müssen Sie nur darauf achten, dass die Dateien vom Server-Rechner akzeptiert werden. Bei modernen Unix-Systemen, wie sie die meisten Web-Server einsetzen, sind Dateinamen bis zu 256 Zeichen Länge erlaubt.

Vermeiden Sie aber nach Möglichkeit deutsche Umlaute und ß in den Dateinamen, obwohl dies dank URL-Codierung und UTF-8 nicht mehr so problematisch ist. (Auch die URL dieser Seite enthält einen Umlaut.) Für ein internationales, nicht-deutschsprachiges Publikum und zum Abtippen bestimmter URLs sollten aber lieber alphanummerische ASCII-Zeichen ohne Großbuchstaben verwendet werden.

Als Sonderzeichen ist in jedem Fall der Unterstrich "_" erlaubt. Andere Satzzeichen sollten Sie vermeiden. Fragezeichen "?" und Sternzeichen "*" sollten Sie auf jeden Fall vermeiden, da diese Zeichen bei fast allen Systemen eine besondere Bedeutung haben. Auch auf Leerzeichen sollten Sie unbedingt verzichten. (Diese werden z.B. von der Mediawiki-Software in Unterstriche umgewandelt.)

Dateiendungen[Bearbeiten]

Hierbei gilt generell: halten Sie unbedingt die üblichen Dateiendungen ein. Der Webserver muss anhand der Dateiendung entscheiden, welchen MIME-Typ er dem Browser sendet. Und der Browser entscheidet anhand des MIME-Typs, wie er die Datei behandelt. Hier einige Beispiele:

  • Gewöhnliche HTML-Dateien erhalten entweder die Endung .html oder .htm.
  • HTML-Dateien mit enthaltenen Server Side Includes erhalten die Endung .shtml oder .shtm.
  • HTML-Dateien mit enthaltenen PHP-Abschnitten erhalten die Endung .php.
  • HTML-Dateien mit enthaltenen ASP-Abschnitten erhalten die Endung .asp.

Webserver: Standarddatei für Verzeichnisse[Bearbeiten]

Viele Webadressen enden mit einem Schrägstrich, zum Beispiel http://www.example.org/verzeichnis/ – sie verweisen auf ein Verzeichnis, ohne weitere Angabe einer bestimmten HTML-Datei hinter dem Schrägstrich. Insbesondere, falls nur auf eine Domain verwiesen wird, etwa http://www.example.org, fehlt der Schrägstrich meist gänzlich; er wird dann vom Browser automatisch angefügt.

Um solche Anfragen sinnvoll beantworten zu können, suchen Webserver nach bestimmten Dateien in dem betreffenden Verzeichnis und geben die erste gefundene aus. Als Dateiname ist index.html üblich, bei auf Windows basierenden Servern auch index.htm; sehr selten werden andere Namen wie welcome.html oder default.html akzeptiert.
Beim Aufruf von http://www.example.org/verzeichnis/ aus dem obigen Beispiel würde der Webserver also in aller Regel die Datei /verzeichnis/index.html ausgeben.

Die zu prüfenden Dateinamen werden in der Webserver-Konfiguration festgelegt. Beim Apache-Webserver, am weitesten verbreitet, lautet die Einstellung DirectoryIndex; einige Hostern erlauben auch das Ändern über eine Weboberfläche.

Grundsätzlich sollten als index benannte Dateien, egal ob index.html, index.txt oder anderes, für diesen Zweck reserviert bleiben. Ein einheitlicher Name erleichtert die Verwaltung und eventuelle Serverumzüge des Projektes erheblich.

Es muss sich bei dieser Datei übrigens nicht um eine HTML-Datei handeln. Wird als Standarddatei zum Beispiel index.txt oder index.jpg eingestellt, kann bei Aufruf eines Verzeichnisses auch eine einfache Textdatei oder ein Bild ausgegeben werden.

Ist eine Datei namens index.html als solche für die Struktur des Projektes sinnvoll, soll aber nicht bei Aufruf von Verzeichnissen ausgegeben werden, kann auch ein gänzlich anderer Name als Standarddatei eingestellt werden. Dieses Abweichen von der Konvention sollte aber auf das betreffende Verzeichnis beschränkt bleiben.