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Informationen zum Autor

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Hans Thomas Vogler
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Spezialgebiete

Ich befasse mich seit den W3C-Spezifikationen für HTML, XHTML, XML, XSL(T) und CSS zur Jahreswende 2000/2001 mit einem völlig neuen Ansatz für Webdesign (siehe: WebTopDesign) auf rein standardkonformer Basis ohne Zuhilfenahme von JavaScript, Plugins oder sonstigen Erweiterungen. Grundlage dafür bilden

  • Anker (HTML) - also eine Basisfunktion eines jeden Webbrowsers, mit dem sich Fragmente einer Seite schnell und ohne Nachladen ansteuern lassen
  • Pseudoklassen (CSS) - mit denen sich interaktive Dynamik realisieren lässt ähnlich wie in DHTML
  • Verschachtelte Selektoren (CSS) - über die sich Elemente direkt und abhängig von ihrer unmittelbaren Umgebung ansprechen lassen (praktisch z.B. zur Umgehung von HTML-Restriktionen wie der, dass <a>-Elemente keine weiteren <a>-Elemente enthalten dürfen.)

Voraussetzung dafür ist ein hochkomplexer, mehrfach ineinander verschachtelter HTML-Code, der sich mit keinem handelsüblichen Editor herstellen lässt, ohne sich einen Jagdschein einzuhandeln. Um nicht standardkonforme Browsererweiterungen mit Javascript oder ebensolche serverseitigen Skript-Anwendungen mit PHP

  • XML - um Basisdokumente mit Hilfe eines XML-Editors einfach herstellen und pflegen zu können gilt es, einen eigenen und passenden XML-Dialekt zu entwerfen (bestehende sind meist viel zu komplex, um sich sinnvoll einsetzen zu lassen)
  • XSLT - als vollautomatischer Setzer, der nicht Gefahr läuft, beim Umsetzen des Eingangsdokuments in den hochkomplex verschachtelten und umfangreichen HTML-Satzcode durchzudrehen

webTopDesign

In Kombination dieser Basistechniken lassen sich komfortable GUIs für einfache oder auch umfangreiche Webseiten herstellen, die sich nicht nur optisch von herkömmlichen Internet-Präsenzen unterscheiden, sondern oft auch in der Wartung leichter zu handhaben sind. Der eigentliche Inhalt steht nicht in Datenbanken und dort auf Datensätze verteilt, sondern lässt sich in einem einzigen zusammenhängenden Dokument verwalten. Liegt eine entsprechende Anpassung für den verwendeten XML-Editor vor, ist das nicht schwieriger als die Bearbeitung mit einem einfachen Texteditor. Auf WYSIWYG allerdings muss man dabei verzichten, weil die spätere Benutzeroberfläche erst durch die nachfolgende Transformation produziert wird.

HTML-Dokumente im webTopDesign basieren auf einer virtuellen "Faltung" mit Hilfe von CSS und lassen sich durchaus mit dem Format eines Leporello vergleichen. Die "Faltung" ebenso wie die Ausgabemöglichkeiten sind jedoch wesentlich komplexer, was an die japanische Kunste des Origami erinnert. Die Gestaltung eines einzelnen Fragments erlaubt dabei vielfältige und im einzelnen individuell gestaltbare Formen (Metaphern):

  • webBook-Metapher zum Blättern vorwärts und rückwärts
  • Karteikarten-Metapher mit Anwahl von Unterseiten durch Reiter
  • Auswahllisten-Metapher zur Anwahl von Unterseiten per Aufklappmenü
  • Logistik-Metapher mit Zuordnung z.B. zur geografischen Lage auf einem grafischen Hintergrund (Landkarte, Luftbild usw.)
  • usw.

Daneben erlaubt CSS im webTopDesign auch das Nachladen von z.B. großen Bildversionen erst auf ausdrücklichen Bedarf hin.

Merkmale

webTopDesign unterscheidet sich von herkömmlichem Screendesign durch bestimmte Merkmale:

  • es gibt keine Startseite mehr, weil der webTop deren Aufgabe übernimmt. Nach Beendigung eines webTop-Widgets bzw. einer Unterfunktion fällt der Besucher stets auf diesen mit seinen ganzen Anwahlmöglichkeiten und Funktionen zurück
  • der webTop enthält bereits eine Fülle von Informationen, die allerdings erst auf Bedarf als Widget oder überlagernd (Funktionalität des webTops wird vorübergehend deaktiviert) angezeigt wird. Das können sein
    • dokumentierte und ausführliche Linkverzeichnisse anstelle von knappen und interpretationsbedürftigen Menüleisten
    • Formulare (eMail & Co.)
    • komplette kleine webBooks (z.B. für Hilfestellungen)
    • zusammengefasste funktionale Links (z.B. > Anreiseservice : Bundesbahn  |  Routenplaner) auf externe Webservices
    • usw.

Barrierefreiheit

Da es sich bei den Ausgabedokumenten um strikt standardkonformes XHTML ohne Skripterweiterungen oder Webanwendungen handelt bzw. zumindest handeln sollte, sind die HTML-Dokumente prinzipiell barrierefrei. Bei Ausgabe ohne CSS sieht man ein einfaches, linear strukturiertes HTML-Dokument vor sich, das Robots ebenso interpretieren können wie Braille Terminals oder Hilfsmittel zur Sprachausgabe. Es ist daher leicht, das Dokument durch Bereitstellung alternativer Stylesheets jedem Ausgabeformat individuell anzupassen.

Nur für die GUI-Ausgabe relevante Elemente (Links, Bilder usw.) lassen sich so definieren, dass sie auch nur dort angezeigt werden und z.B. die CSS-freie Ausgabe nicht belasten.

Vorteile

  • alles, was nicht nachgeladen werden muss, steht nach dem Laden schon in maximaler Performance abrufbereit - und das kann deignbedingt ziemlich viel sein.
  • Auch umfangreiche kleinere Webseiten lassen sich so übersichtlich gestalten bei optimalem Besucherkomfort und in einem einzigen Dokument unterbringen, das entsprechend leicht zu warten ist.
  • weder Client noch Server benötigen zusätzliche Ressourcen, was das Ganze auch noch extrem energiesparend macht verglichen mit heute üblichen PHP- und MySQL Sites

Nachteile

  • der Microsoft Internet Explorer hat auch in der Version 8 noch Probleme mit Pseudoklassen und reagiert gelegentlich etwas seltsam mit Verzögerungen
  • derselbe Browser benutzt anstelle der CSS 3.0 opacity eine eigene Definition für die Transparenz von Objekten, was gelegentlich ebenfalls zu merkwürdigen Bildschirmerscheinungen führt
  • der Opera-Bowser schleppt einen alten Fehler mit sich herum, der die Anwahl verkapselter Fragmente nicht zulässt

Motivation

Es hat mich immer schon geärgert, dass man Webseiten meist scrollen muss und nicht einfach blättern kann wie Zeitschriften oder Bücher. So hätte die literarische Gattung des Romans nie entstehen können, denn niemand liest 500 (zusammenhängende) Seiten und mehr von einer bedruckten Küchenrolle. Diese Beschränkung hat meiner Ansicht nach viel zur Hektisierung unserer Gesellschaft und zur Fragmentierung von Information beigetragen. Dem wollte und will ich gegensteuern. Mein Traum war immer ein Buch, das ich vollständig selbst produzieren kann und das ad hoc weltweit zur Verfügung steht und von jedem gelesen werden kann, ohne dass es erst gedruckt und vertrieben werden müsste.

Seit kurz vor Festlegung der Standards durch das W3C machte sich die Unsitte breit, gar keine Webseiten mehr zu produzieren, sondern HTML nur noch als Ausgabeformat für MySQL-Datenbanken zu benutzen. Dagegen ist nichts prinzipiell einzuwenden, solange das sinnvoll ist (z.B. hier im SELFHTML-Wiki) und es sich wirklich um eine Webanwendung handelt. Es hat sich aber völlig entfernt von der ursprünglichen Idee des WWW als einem Gewebe autark vernetzter Dokumente. Heutzutage verwendet schon eine Popel-Homepage mit ein paar Seiten ein CMS, weil das für den Anbieter eines Internet-Angebots - meist ein DAU - einfacher ist. In der Masse sorgt das für eine ungeheure Ressourcen- und Energieverschwendung. 

Ich sage: es geht auch anders, einfacher, besser, schneller und umweltfreundlicher.

Werdegang

Ich habe zwischen 1978 und 1982 an der LMU in München Kommunikationswissenschaften studiert und mich da bereits mit dem Neuen Medium und den vielen Anwendungsmöglichkeiten befasst. Das kam bei den damaligen Lehrinhalten noch gar nicht für, weswegen ich ziemlich mitleidig belächelt wurde...

Ich ging darauf hin in die Praxis als Redakteur bei CHIP und war dort der erste mit eigenem Computer, weil ich darauf bestanden hatte. Die anderen Redakteure dort arbeiteten noch mit der Schreibmaschine...

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