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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Der Domainname

Überlegungen zum geeigneten Domainnamen sollten bereits früh in der Planungsphase gemacht werden. Die eigene Domain sollte hierbei zur Webpräsenz passen.

Sie haben die Wahl zwischen einer eigenen Domain-Adresse oder durch Ihren Webspace-Provider häufig auch eine kostenlose Subdomain.

Bei den Domain-Namen der "Top-Level"-Typen .de (deutsche Adressen), .at (österreichische Adressen), .ch (schweizer Adressen), .com (kommerzielle Adressen), .net (internetbezogene Adressen), .info oder .org (Organisationen) brauchen Sie mittlerweile viel Phantasie, denn fast alle einfachen Namen und Wörter sind längst vergeben. Beliebt sind daher zusammengesetzte Namen mit Bindestrichen oder Zahlen geworden, wie beispielsweise heute-geh-ich-ins-kino.example oder b315p13l (für „beispiel“). Oder Sie weichen auf die neuen Top-Level-Typen wie .name, .photo oder .berlin aus.

Der Provider übernimmt in den meisten Fällen die Anmeldung Ihres Domain-Namens. Häufig bieten Provider auch die Möglichkeit an, Sub-Domains einzurichten. Wenn Sie beispielsweise eine Domain namens moecht-ich-gern.example haben, dann können Sie Sub-Domains wie das.moecht-ich-gern.example oder liebe.moecht-ich-gern.example einrichten lassen. Die entsprechenden Web-Seiten wären dann beispielsweise aufrufbar unter http://das.moecht-ich-gern.example/. Gerade bei Sub-Domain-Namen kann man mit etwas Phantasie mehrere attraktive, kurze und gut zu merkende Namensadressen haben.

Eine Länderspezifische TLD gibt bekannt, welchen Rechtsstandort Sie zur Hauptsache im Sinne haben. Eine TLD sagt nichts über die Sprache aus. Sie bewirkt jedoch eine unterschiedliche Priorität bei Suchdiensten, wodurch Sie mit einer .de Domain eher Besucher aus Deutschland haben.

Domainnamen mit Umlauten sind heute zwar technisch problemlos möglich, jedoch dürfen in URIs keine Umlaute direkt notiert werden. Für die Notation von Umlauten gibt es als standardisiertes Kodierungsverfahren Punycode. Außerdem können Sie Nutzer verwirren, weil beispielsweise ue nicht mehr gleich ü ist, wie in der Frühzeit des Webs noch gehandhabt wurde.

Meist werden Domains im Paket mit Web- und E-Mail-Hosting angeboten und von den Anbietern als eine untrennbare Einheit dargestellt, obwohl man eine Domain durch Änderungen im DNS auch auf einen anderen Webspace oder E-Mail-Server – auch die eines anderen Anbieters – zeigen lassen kann.

[Bearbeiten] Öffentlicher Webserver

[Bearbeiten] Kostenlose Homepages

Ernsthaft in Erwägung ziehen sollten Sie diese Möglichkeit nur für private Homepages ohne Anspruch, sowie für reine Spaß-Projekte. Denn bei fast allen Anbietern von kostenlosem Webspace wird beim Aufruf der Web-Seiten automatisch Werbung eingeblendet. Die meisten Besucher der Seiten empfinden diese Werbung als lästig und halten sich kaum freiwillig länger auf solchen Seiten auf. Dagegen können Sie auch nichts weiter unternehmen, da die Web-Seiten, bevor sie zum Anwender in den Browser gelangen, durch ein Script auf dem Server-Rechner gelotst werden, das die automatisch aufpoppende oder in ein Frameset integrierte Werbung „einbaut“.

Bei den kostenlosen Anbietern erhalten Sie in der Regel mehrere Mega- bis Gigabyte Speicherplatz, was für die meisten Privatprojekte durchaus ausreicht. Es gibt jedoch auch Beschränkungen. Als Server-seitige Programmiersprache wird meist PHP angeboten, andere Sprachen wie Perl, Python, Java oder Ruby sowie das Anlegen eigener CGI-Schnittstellen fehlen meist. Auch weiterführende Zusatzleistungen wie Statistik, die Möglichkeit geschützter Verzeichnisse, SSL-Zertifikate usw., sind in diesen Angeboten normalerweise nicht enthalten.

Ein weiteres potenzielles Problem ist die (Sub-)Domain, unter der Ihr Projekt erreichbar ist, weil diese dem Anbieter des Gratis-Webspaces gehört, und damit unter seiner und nicht – wie bei einer eigenen Domain – Ihrer Kontrolle steht. Wenn der Anbieter beispielsweise seinen Dienst einstellt, ist Ihr Projekt nicht mehr unter dieser Adresse erreichbar und Sie können dann auch keine Weiterleitung mehr auf ihre neue Seite anbieten.

[Bearbeiten] Virtual Hosting mit eigener Domain

Beim Virtual Hosting mieten Sie eine bestimmte Menge Speicherplatz. Den Rechner, der normalerweise beim Provider steht und auf den Sie dann Ihre Web-Seiten hoch laden können, teilen Sie sich dabei normalerweise mit anderen Kunden des Providers, die ebenfalls ein solches Angebot gewählt haben. "Virtual" heißt diese Form deshalb, weil es bei solchen Web-Angeboten kein 1:1-Verhältnis zwischen der IP-Adresse des Rechners und dem Domain-Namen gibt, eben weil meistens mehrere Web-Angebote, alle mit eigenen Domain-Namen, auf dem gleichen Rechner liegen.

Virtual Hosting ist für einfache bis umfangreichere, werbefreie Homepages mit eigener Domain-Adresse, also elektronische Visitenkarten und Firmenportraits, aber auch seriöse Fachpublikationen oder Feature-Seiten zu einem bestimmten Thema meistens ausreichend und gut geeignet.

Bei Angeboten dieser Art erhalten Sie neben dem Speicherplatz in der Regel auch ein eigenes CGI-Verzeichnis und Programmiersprachen wie Python, Perl und Python um serverseitig dynamische Web-Seiten zu erzeugen, sowie Zusatzleistungen wie Statistiken über Besucher Ihrer Seiten, oder einen Service-Bereich, in dem Sie – meist web-basiert und ohne zusätzliche Kenntnisse – Ihre persönlichen Kenndaten ändern können, Verzeichnisse schützen können, Online-Hilfen erhalten usw. Außerdem beinhalten diese Angebote in der Regel auch den Anspruch auf Support, wenn es mal technische Probleme gibt (Ihre HTML- und JavaScript-Probleme löst ein solcher Support allerdings nicht). Zusatzleistungen dieser Art haben Sie bei Online-Diensten und kostenlosen Webspace-Angeboten normalerweise nicht.

[Bearbeiten] Server-Hosting mit eigener Domain

Beim Server-Hosting stellt Ihnen der Provider einen kompletten Rechner zur Verfügung, auf dem kein anderes Web-Angebot abgelegt ist. Beim Server-Hosting erhalten Sie in der Regel auch den vollen Betriebssystem-Zugang zum Server-Rechner, können selbst Benutzer einrichten, neue Software installieren usw. Über Internet-Dienste wie SSH und einem passenden SSH-Client können Sie sich dann auf dem Rechner einloggen und dort arbeiten. Um sinnvoll auf einem Server-Rechner arbeiten zu können, sind tiefe Kenntnisse des dort eingesetzten Betriebssystems erforderlich. Wenn der Server-Rechner beispielsweise ein Linux-Betriebssystem hat, müssen Sie sich gut mit Linux auskennen, um die Möglichkeiten zu nutzen, die Ihnen ein eigener Server-Rechner bietet.

Server-Hosting ist für Web-Angebote erforderlich, die sehr umfangreich sind und/oder sehr hohe Besucherfrequenzen haben und/oder technisch nicht triviale Mittel einsetzen, für die beispielsweise spezielle Software auf dem Server erforderlich ist. Das können spezielle Server-Typen sein, etwa für Chats oder Multimedia, oder auch spezielle Datenbank-Software.

Da bei solchen Web-Projekten meistens mehrere Personen Zugang und Kompetenzen haben, muss vieles organisiert werden. So sollte es einen „Webmaster“ geben, also einen Betreuer, der den Server-Rechner, seine Software, seine gespeicherten Inhalte, Konfigurationen usw. kennt und beurteilen kann, ob und welche Hard- oder Software-Erweiterungen angesichts der Serverbelastung nötig sind. Konfigurationsdaten und Konzepte zur Datenstruktur usw. sollten ausreichend dokumentiert werden. Außerdem ist besondere Aufmerksamkeit auf die Sicherheit des Servers und der darauf gespeicherten Daten zu richten.

Beim Server-Hosting sollten Sie noch stärker als beim Virtual Hosting auf ordentlichen Support achten. Es gibt Provider, die zwar für einen guten Preis eigene Server-Rechner anbieten, aber nicht zur Stelle sind, wenn es brennt.

Ein Spezialfall des Server-Hostings sind virtualisierte Server (V-Server), also (mehrere) virtuelle Maschinen, die auf einer physischen Maschine laufen, und daher zwar leistungsschwächer, aber auch günstiger im Preis sind.

[Bearbeiten] Server-Housing mit eigener Domain

Beim Server-Housing stellen Sie selbst den Server-Rechner zur Verfügung, und der Provider stellt ihn lediglich „bei sich unter“. Der Grund ist, dass Sie selber normalerweise nicht über so leistungsstarke und teure Internet-Anbindungen sowie eine ausfallsichere Stromversorgung verfügen wie der Provider.

Der Vorteil beim Server-Housing ist gegenüber dem Server-Hosting, dass Sie die Hardware des Rechners völlig nach Ihren Wünschen zusammenstellen können. Ein Nachteil ist, dass der Provider normalerweise keinen Support für Probleme übernimmt, die nichts mit der Internet-Anbindung zu tun haben. Beim Server-Hosting, wo der Provider die Hardware stellt, ist dies noch eher der Fall.

Ansonsten gelten für das Server-Housing die gleichen Bemerkungen wie für das Server-Hosting.

[Bearbeiten] Offline publizieren

Sie können Ihr Projekt natürlich (auch) offline bereitstellen. Dazu bietet es sich an, alle statische Inhalte, als HTML-, CSS- und sonstige Dateien wie Bilder oder JavaScripte auf einem Datenträger wie einer CD oder einem USB-Stick bereitzustellen. Hier zahlt es sich aus, wenn sie in HTML und CSS relativ referenziert haben, da Sie in diesem Fall die Inhalte ohne weitere Anpassungen auf dem Medium speichern können.

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