XML/Dialekte

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XML bietet einerseits die Möglichkeit, eigene Datenformate zu erzeugen, die einem standardisierten Schema folgen und daher Kompatibilität garantieren. Andererseits lassen sich mit XML aber auch Datenformate erzeugen, die für eine breitere Verwendung im Software-Markt geeignet sind. Das W3-Konsortium arbeitet gleich an mehreren solcher XML-basierten Auszeichnungssprachen. Für jede dieser Auszeichnungssprachen gibt es eine eigene Arbeitsgruppe, die sich um eine saubere Spezifikation und eine praxisgerechte Weiterentwicklung der jeweiligen Sprache kümmert. Aber auch andere Hersteller und Anbieter versuchen, XML-basierten Sprachen zu einem Standard-Status zu verhelfen.

XML und HTML[Bearbeiten]

Standard-Hierarchie rund um XML
Standard-Hierarchie rund um XML

Die ursprüngliche Form von HTML ist streng formal unabhängig von XML. Beide sind aus SGML hervorgegangen und teilen nur die durch die SGML definierten Sprachelemente. Im Zuge der einfacheren Verarbeitung wurde der Standard HTML 4.01 für XML übersetzt. Dieser neue Standard heißt XHTML 1.0. Erst mit der Einführung von XHTML wurden die Inhalte von HTML zu einer Untermenge von XML. Die Arbeit an XHTML 2.0 wurde zugunsten des Gegenentwurfs HTML5 eingestellt[1]. Somit wird der XHTML-HTML-Dualismus mit HTML5 beendet.


Beispiele für XML-Dialekte[Bearbeiten]

  • SVG (Scalable Vector Graphics) ist eine mit XML definierte Auszeichnungssprache zur Beschreibung 2-dimensionaler Vektorgrafik. Damit lassen sich grafische Daten beschreiben, wie sie von Programmen wie etwa Adobe Illustrator oder Inkscape erzeugbar sind. SVG kann sowohl als standalone-Dokument als auch eingebunden in HTML verwendet werden.
  • MathML (Mathematical Markup Language) hat die Aufgabe, technisch-wissenschaftliche Inhalte, die mathematische Formelsprache zur Darstellung benötigen, abzubilden. Diese kann im math-Element in Webseiten eingebunden werden.
  • RDF: (Resource Description Framework) - eine Sprache zur Beschreibung von Metadaten für Dokumente. Metadaten können verschiedene Aufgaben haben: etwa Input für Robots von Suchmaschinen darzustellen, oder die Daten für die Aufnahme des Dokuments in das Katalogsystem einer bestimmten elektronischen Bibliothek zu liefern.
  • SMIL: (Synchronized Multimedia Integration Language) ermöglicht es, Drehbücher für verschiedenste Medienelemente wie Text, Bilder, Video und Audio zu schreiben. Dadurch lassen sich TV-ähnliche, selbst ablaufende Präsentationen erstellen, z.B. für Messen, Ausstellungen, Produktpräsentationen, aber auch im künstlerischen Bereich für Multimedia-Clips.

Weblinks[Bearbeiten]

  • XHTML 2 Working Group Expected to Stop Work End of 2009, W3C to Increase Resources on HTML 5. Website des World Wide Web Consortium. Abgerufen am 07. Januar 2011.