Suchmaschinenoptimierung

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Was ist Suchmaschinenoptimierung?

Suchmaschinenoptimierung (engl.: „Search Engine Optimization“, oder kurz „SEO“) beschreibt eine Optimierung der Website, um die Platzierung in der Auflistung einer Suchmaschine unter bestimmten Stichwörtern zu verbessern.

De Facto ist heutzutage eine Optimierung nur noch in ganz minimalem Umfang durch spezielle HTML-Techniken, wie z.B. Metadaten möglich. Schon allein deswegen sollte man Webseiten nicht für Suchmaschinen schreiben. Suchmaschinen kommen auch so immer wieder vorbei. Ein besseres Ranking erreicht man vor allem, indem man Kunden (=Menschen!) etwas bietet, so dass sie bleiben, von sich aus wiederkommen und freiwillig Propaganda (=Links =Ranking) machen.

Arten und Funktionsweise von Suchmaschinen

Unter dem landläufigen Begriff „Suchmaschine“ werden Webangebote verstanden, die dem User helfen sollen, in den „unendlichen Weiten“ des Netzes das zu finden, was er eigentlich sucht. Dabei ist grundsätzlich zwischen folgenden Arten zu unterscheiden:

Verzeichnisse

Unter Webverzeichnissen versteht man Datenbanken, in denen Webseiten nach bestimmten Kriterien sortiert sind. Diese Kataloge werden üblicherweise von Menschen gepflegt. Eine Webseite wird in den Katalog aufgenommen, nachdem sie ein Mitarbeiter der Suchmaschine besucht hat. Dazu ist es im allgemeinen nötig, dass der Webseitenbetreiber seine Seite dort anmeldet.

Manuell betriebene Angebote spielen heute jedoch keine ernstzunehmende Rolle mehr. Das Internet ist längst viel zu groß, und die vorhandenen Daten ändern sich zu schnell, als dass es noch händisch erfasst werden könnte. Heute dürfte der einzige halbwegs ernstzunehmende Katalog Open Directory Project (DMOZ) sein. DMOZ ist allerdings weniger dafür gedacht, dass man dort als „Endnutzer“ nach Seiten sucht, sondern es dient vielen anderen Suchmaschinen selbst wieder als Datengrundlage.

Robots

Zwar haben alle größeren Suchmaschinenbetreiber wohl auch heute noch Abteilungen, die das Netz manuell durchstreifen - aber nur, um die anderweitig erfassten Daten stichprobenhaft oder in Zweifelsfällen auf Korrektheit oder Betrugsversuche zu prüfen. Die eigentliche Arbeit erfolgt dagegen durch sogenannte „Robots“ oder „Spider“. Ein Robot durchstreift eine Webseite, liest den darin enthaltenen Inhalt ein, und kategorisiert sie anhand der darin enthaltenen Texte. Außerdem sucht er nach weiterführenden Hyperlinks (siehe HTML/Textauszeichnung/a und HTML/Kopfdaten/Link), und folgt ihnen, um dort seine Arbeit fortzuführen.

Ein Robot liest (fast) ausschließlich den HTML-Code eines Webangebots ein. Dieser Vorgang nennt sich „crawlen“ (crawl = krabbeln/kriechen). Bilder, Java, Flash, (größtenteils) CSS, usw. werden ignoriert.

Wie funktionieren Robots?

Ein Robot muss den eingelesenen Text in irgendeiner Weise auswerten, um daraus später die bestmöglichen Suchergebnisse zu generieren. Dabei kommen im wesentlichen folgende Methoden zur Anwendung:

Einordnung

Stellen Sie sich vor, Sie geben „Rom“ als Suchkriterium bei einer Suchmaschine ein. Wenn Sie das noch um andere Begriffe ergänzen, helfen Sie der Suchmaschine, zu entscheiden, ob Sie Urlaubsangaben in der Stadt am Tiber wünschen, sich für das antike Rom interessieren, etwas über CD-ROMs wissen wollen, oder „Read-Only-Memory“ meinen. Diese Art von Einordnung muss die Suchmaschine an zwei Enden der Suche treffen: Was wird gesucht, und welche Webseiten passen dazu? In Bezug auf den Nutzer gibt es gelegentlich Spekulationen, inwieweit eine Suchmaschine personenbezogene Daten speichert (das Internet ist kein so anonymer Ort, wie manche denken). Wenn Sie nach „Videos“ suchen, und es erscheinen keine Treffer zu Videobearbeitung, sondern nur zu Schmuddelfilmchen, könnte das zu denken geben...

In diesem Artikel soll es aber um das andere Ende der Suche gehen: Wie entscheidet die Suchmaschine, wovon ein Dokument handelt? Dazu werden folgende Kriterien genutzt:

  • Externe Links: Wie hat der Robot die angegebenen externen Links kategorisiert, und wie diejenigen Links, die von Extern auf dieses Dokument verlinken?
  • Wortdichte: Welche Worte werden besonders häufig benutzt, besonders am Textanfang?
  • Sprache, Rechtschreibung: In welcher Sprache ist das Dokument geschrieben? Kann man Rückschlüsse aufgrund von Rechtschreibfehlern auf die inhaltliche Qualität ziehen?
  • Hervorhebungen: Sind bestimmte Wörter oder Sätze hervorgehoben? Dabei zählt vor allen das title-Element, Überschriften, semantische Hervorhebungen wie em, strong und bei einigen Suchmaschinen auch b oder i.
  • Meta-Angaben: Enthält das Dokument sinnvolle Meta-Angaben, die auch zum sonstigen Inhalt passen?

Ranking

Schließlich beurteilt der Robot die Relevanz einer Seite. Wer nach einem bestimmten Begriff sucht, will diejenigen Seiten an erster Stelle aufgelistet haben, die den am „besten“ passenden Inhalt aufweisen. Bestimmt gibt es viele Reisebeschreibungen der Stadt Rom, aber während sich manche nur über die Qualität des Hotelessens auslassen, gibt es andere, die präzise die Sehenswürdigkeiten der Stadt beschreiben. Je nach Qualität der Seite vergibt die Suchmaschine ein sogenanntes Ranking. Hierzu werden je nach Suchmaschine etwas andere Verfahren eingesetzt, die aber alle ungefähr wie folgt funktionieren:

Das Ranking orientiert sich in erster Linie danach, wieviele andere, externe(!) Seiten auf die zu beurteilende Seite verlinken. Denn wäre eine Seite nicht gut, würden nicht so viele andere Webautoren darauf Bezug nehmen. Je mehr andere Webangebote auf eine Seite verlinken, desto höher das Ranking. Haben die verweisenden Seiten selbst schon ein hohes Ranking, steigt das Ranking der eigenen Seite um so eher. Enthält das verweisene Webangebot mehrere Verweise auf verschiedene externe Seiten, wird das „Mehr“ an Rankingergebnis zwischen den Seiten, auf die verwiesen wird, aufgeteilt.

Auch die unter Einordnung genannten Kriterien fließen mit in das Ranking ein, und noch weitere Kriterien. Zum Beispiel wird eine Seite um so besser bewertet, je länger sie unverändert online ist. All diese Punkte sind aber eher von untergeordneter Bedeutung.

Bei Google nennt sich dieses Verfahren übrigens „Pagerank“ - nach seinem Erfinder und Google-Mitgründer Larry Page. Google vergibt an jede indexierte Seite einen Pagerank zwischen 0 und 10. Eine Seite mit einem Pagerank von 0 ist im Grunde noch niemandem bekannt. Sobald sich die Existenz der Seite erst einmal etwas herumspricht, fängt der Pagerank zu steigen an. Von Stufe zu Stufe wird eine Steigerung dann schwieriger - und zwar exponentiell. Weltweit lassen sich die Seiten mit einem Pagerank von 10 ungefähr an zwei Händen abzählen.

Optimieren eines Webangebots

Ein jeder Webseitenbetreiber glaubt natürlich, seine Seite sei die Beste, die es zu einem bestimmten Thema gibt, also müsse sie auch im Ranking ganz oben stehen. Wie sich aber aus den oben beschriebenen Funktionsweisen eines Robots ergibt, sind die Einflussmöglichkeiten des Seitenbetreibers auf das Ranking eher begrenzt. Und das ist auch gut so. Die Suchmaschinenbetreiber haben ein Interesse daran, Ihre Kunden, sprich; diejenigen, die im Netz etwas suchen, optimal zu bedienen. Und da zählt eben die Qualität der Seiteninhalte. Wenn sie die folgenden Punkte berücksichtigen, können Sie aber das Ranking zumindest ein klein wenig zu Ihren Gunsten beeinflussen.

Webangebot bekanntmachen

Gehen Sie „Klinken putzen“: Schreiben Sie Betreiber anderer Webangebote an, die sich für Ihre Seiten interessieren könnten, und machen Sie sie auf Ihre Seiten aufmerksam. Wenn Sie Glück haben, werden Ihre Seiten dort verlinkt. Vergessen Sie aber nicht, dass Sie keinen Anspruch auf Verlinkung haben. Und möglicherweise bekommen Sie ja auch in anderer Art und Weise hilfreiches Feedback.

Beachten Sie: Niemand mag es, zugespammt zu werden. Überschreiten Sie also niemals die Grenze zu Spam!

Hyperlinks können aber auch mit dem Attribut rel="nofollow" versehen werden, mit dem Suchmaschinen gebeten werden, den Link nicht in die Berechnung des Rankings einzubeziehen:

Beispiel
Auf der 
<a href="http://zweifelhafte-seite.example.com/" rel="nofollow">tollen Seite</a> 
finden Sie weitere Infos zum Thema - oder auch nicht.

Wenn ein externer Webmaster Sie so verlinkt, haben Sie in Bezug auf das Ranking erst mal noch nichts gewonnen (obwohl Sie so noch immer mehr Besucher auf Ihre Seite bekommen dürften). Dieses Attribut wird von Forensoftware häufig automatisch angefügt - es wird sie also kaum weiterbringen, wenn Sie etliche Foren aufsuchen und dort überall Links zu Ihrem Webangebot eintragen. Außerdem wird so ein Verhalten oft als Spam aufgefasst. So könnten Sie also leicht Ihren Ruf runinieren.

Beachten Sie: Es gibt auch sogenannte „Linkfarmen“, also Seiten, deren einziger Sinn darin besteht, das Seitenranking zu verbessern. Links auf Linkfarmen werden von Suchmaschinen genauso ignoriert, wie wechelseitige Verlinkungen verschiedener Angebote, bei denen zu vermuten ist, dass die Verlinkungen nur zum Zweck eines besseren Rankings existieren.

Schlagen Sie Ihre Seite dem Open Directory Project vor. Dafür gibt es die Seite Suggest a Site. Bis Ihre Seite dort aufgenommen wird, vergeht allerdings üblicherweise einige Zeit.

Inhalte

Achten Sie auf gute Inhalte. Das fängt mit Rechtschreibung und Grammatik an.

Valides HTML macht es einem Robot leichter, ein Webdokument zu erfassen. Prüfen Sie dazu Ihre Dokumente auf Validität. Dazu gibt es verschiedene Validatoren.

Viel HTML, wenig andere Techniken

Verwenden Sie für alles, was inhaltlich irgendwie relevant ist, ausschließlich HTML. Vermeiden Sie, wo möglich, Scriptsprachen, Flash oder andere Techniken für Inhalte. Diese Dinge werden von Suchmaschinen schlicht ignoriert.

Selbst mit manchen CSS-Einstellungen sollte man vorsichtig umgehen: Zum Beispiel drücken die in den letzten Jahren modern gewordenen „Tag-Clouds“ üblicherweise durch verschiedene Textgrößen, Farben und/oder zentraler Anordnung der Links aus, welche Links besonders wichtig sind. Diese Effekte werden per CSS erreicht, aber im Quelltext ist die Anordnung der Links eine andere. Das können Robots nicht beurteilen. Für Suchmaschinen ist derjenige Link wichtiger, der im Quelltext zuerst genannt wird.

Oft sagt ein Bild mehr als 1000 Worte. Zumindest einem Menschen - ein Robot kann mit einem Bild nichts anfangen. Sofern Sie Bilder einsetzen, versehen Sie sie mit aussagekräftigen und treffenden alt-Attributen. Und da, wo Sie Bilder einsetzen, die einfach nur Text enthalten, sollten Sie erwägen, ob nicht auch Text, vielleicht nett formatiert, eingesetzt werden kann. Wo immer Sie externe Ressourcen einbinden (sehr pauschal: an href- oder src-Attributen erkennbar), können Sie auch über aussagekräftige title-Attribute nachdenken.

Beachten Sie: Suchmaschinen mögen es überhaupt nicht, wenn sie andere Inhalte vorgesetzt bekommen, als ein menschlicher Seitenbesucher (sog. „cloaking“). Insofern versuchen Suchmaschinen sehr wohl auch herauszufinden, ob sie mit CSS-Angaben oder Scripte getäuscht werden sollen. Weiße Schrift auf weißem Grund, DIVs, die andere Texte verdecken, Scripte, die den Text drastisch verändern, sind „Rankingkiller“!

Hervorhebungen

Geben Sie Ihren Webdokumenten möglichst „sprechende“ Namen. Schon der Name hilft Suchmaschinen, die Seite einzuordnen. Deswegen sind auch Query Strings kritisch zu sehen: Mit meineseite.de/index.html?p=105 kann man naturgemäß weniger anfangen als mit meineseite.de/index.html?p=informationen. Noch besser wäre meineseite.de/informationen.html, weil man sich nicht darauf verlassen sollte, dass alle Robots mit Query Strings zurechtkommen.

Formulieren Sie den gesamten Text so, dass die wichtigsten Begriffe zu Beginn des Textes vorkommen. Je weiter hinten im Fließtext bestimmte Begriffe verwendet werden, als desto unbedeutender werden sie von Robots eingeordnet. Die wichtigsten Begriffe sollten mit em oder strong (weniger gut: b oder i) hervorgehoben werden. Auch ansonsten sollten HTML-Tags für das verwendet werden, wofür sie da sind.

Angaben im Kopfbereich einer Seite

Wählen Sie einen guten, aussagekräftigen Text im title-Element. Dessen Inhalt ist allen Suchmaschinen ganz besonders wichtig.

Weit überbewertet werden dagegen Metatags. Mit Metatags wurde von vielen Webseitenbetreibern in der Vergangenheit oft so viel Unfug betrieben, dass sie heute kaum noch eine Bedeutung haben. Manche Suchmaschinen legen noch Wert auf eine gute description, einige wenige vielleicht noch auf keywords. Meta-Angaben beziehen sich immer nur auf eine einzelne Seite und nicht etwa auf das gesamte Webangebot.

Über die unter Metatags beschriebenen Metaangaben hinaus gibt es noch weitere, die das Verhalten von Robots beeinflussen.

Beispiel
<meta name="robots" content="noindex"/>
Anstelle von robots können Sie auch googlebot verwenden, wenn die Angaben nur für Google gelten sollen.

Die meisten Robots verstehen folgende Angaben für content:

  • noindex verhindert, dass die Seite indiziert wird (also eigentlich das Gegenteil dessen, was Suchmaschinenoptimierung eigentlich will).
  • nofollow verhindert, dass eine Suchmaschine den im Dokument angegebenen Links folgt.
  • noodp verhindert, dass eine Suchmaschine die Beschreibung aus dem Open Directory Project anzeigt.
  • nosnippet verhindert, dass in den Suchergebnissen eine Beschreibung der Seite in Form eines Textauszugs (Snippet) erzeugt wird.
  • noarchive verhindert, dass bei den Suchergebnissen ein „im Cache“-Link angezeigt wird.
  • unavailable_after: 25-May-2010 15:00:00 EST entfernt eine Seite nach einem bestimmten Termin aus den Suchergebnissen (sinnvoll für temporäre Seiten). Das Datum wird dabei so wie hier gezeigt angegeben; Google verweist in seiner Beschreibung dazu auf RFC 850.

Sie können mehrere dieser Angaben zugleich mit Kommata getrennt nutzen. Natürlich sollte nicht nosnippet und noodp zugleich verwendet werden. All diese Angaben sind aber nichts als freundliche Bitten an die Suchmaschinen. Sie haben keinen Anspruch darauf, dass sich alle Robots daran halten.

Fazit

Auch wenn man die obigen Methoden kennen sollte - im Grunde sind die Einflussmöglichkeiten auf das Ranking doch sehr beschränkt. Wenn sie Ihren Webauftritt für Menschen gestalten, und sich auch Menschen dafür interessieren, werden die Suchmaschinen das im Laufe der Zeit ganz automatisch anerkennen und Ihre Seite entsprechend besser ranken.

siehe auch

Weblinks

Richtlinien von Suchmaschinenbetreibern

SEO-Blogs

Hinweis

Weder die Tatsache der Nennung noch die Reihenfolge stellt eine Wertung dar - Es gibt viele Seiten, die diese Dienstleistung anbieten.

Tutorials

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