Filter

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Unter Grafikfiltern versteht man Funktionen, die eine Grafik mit einem vorprogrammierten Algorithmus, der häufig in einigen Parametern konfigurierbar ist, gezielt verändern. Der Begriff lehnt sich an die Filter im Bereich der Fotografie an

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig.



Jede Form der Manipulation einer Pixelgrafik, z.B. Helligkeit, Kontrast, Sättigung oder Gammakorrektur, ist ein Filter. Denn auf Rechnerebene ist das Ändern von Helligkeit, Kontrast usw. mit einem bestimmten mathematischen Algorithmus verbunden, der auf die gespeicherten RGB-Werte in der Grafik angewendet wird. Diese werden durch die Anwendung des Algorithmus neu berechnet. Das Ergebnis ist dann das geänderte Aussehen des Bildes aufgrund der neuen RGB-Werte der einzelnen Pixel.

Solange Sie mit den Standardfunktionen der Bildmanipulation arbeiten, brauchen Sie deren Filter-Algorithmen nicht kennen. In den Dialogen, die das Grafikprogramm anbietet, verändern Sie lediglich Parameter, aber nicht den zugrunde liegenden Algorithmus. So stellen Sie beispielsweise den gewünschten Wert für Sättigung ein, aber Sie wissen nicht, wie das Grafikprogramm eigentlich rechnet, um aus dem eingestellten Wert die RGB-Werte der einzelnen Pixel neu zu berechnen.

Gute Grafikprogramme bieten eine ganze Reihe von weiteren Filtern im Dialog an. Dazu gehören Standards wie Relief-Effekte, Rausch- und Verwisch-Effekte usw. Daneben bieten einige Programme auch eine so genannte Plugin-Schnittstelle für Filter an. Diese erlaubt es, sich beliebige eigene Filter schreiben, die einen Algorithmus auf die RGB-Werte einer Grafik bewirken. Ein Algorithmus könnte beispielsweise lauten: ziehe von allen Rot-Werten, die über 200 liegen, 50 ab, von allen Grünwerten, die über 200 liegen, 100, und von allen Blauwerten, die über 200 liegen, 150. Oder: setze bei allen Pixeln, bei denen der Rotwert, der Grünwert und der Blauwert über 200 liegen, den Wert auf reines Weiß, also 255,255,255.

Filter können ganz verschiedene Aufgaben wahrnehmen, z.B.:

  • Fehlerkorrekturen in Bildern durchführen (z.B. Farbkorrekturen)
  • Interessante Effekte einbauen (z.B. Puzzle-Effekt oder Verwisch-Effekte)
  • Optische Standard-Effekte nachempfinden (z.B. Lichteinfall von einer Seite oder Mondscheinlicht)
  • Erzeugung völlig neuer Phantasiegrafiken (dabei wird die Ausgangsgrafik nur als "zufälliger Input" benutzt)

Die folgenden Bilder zeigen die Anwendung einiger Filter auf eine Ausgangsgrafik:

250px alt=Filterbild Ausgangsgrafik
250px alt=Filter 1 Filter, der einen Verzerrungseffekt bewirkt
250px alt=Filter 2 Filter, der einen Kohlezeichnungs-Effekt bewirkt
250px alt=Filter 3 Filter, der einen Spot-Effekt bewirkt
250px alt=Filter 4 Filter, der die Grafik zum Erzeugen eines Musters benutzt

Siehe auch[Bearbeiten]