SELFHTML:Verein/Treffen 2005

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SELFTreffen 2005 - ein Erfahrungsbericht aus Bochum[Bearbeiten]

Freitag[Bearbeiten]

Hinfahrt

Wochenlang hatte ich darauf gewartet, und endlich war es soweit. Eine kleine Tasche mit den absolut nötigsten Sachen drin hatte ich bereits gepackt, und da ich mit dem Auto nach Bochum fuhr wurde auch das extra für die Reise hergerichtet. Kurz vor 17 Uhr ging es dann los, und ich fuhr erst mal in Richtung Hanau Hauptbahnhof. Dort traf ich dann wie verabredet Romy, Benjamin und Gero, wobei ich Ben als einzigen von der Self-Truppe schon vorher getroffen habe.

Über die Autobahn fuhren wir dann Richtung Bochum, und unterwegs sprang Michael noch mit auf. Kurz vor Bochum nahmen wir dann die Abfahrt nicht, die wir eigentlich hätten nehmen sollen, und so kam es dass wir kurz darauf an einer Tankstelle Halt machten und ich eine Straßenkarte kaufte. Gott, war die teuer - 5,50 EUR, in Worten also fünf Euro und fünfzig Cent! Tja, aber dafür fanden wir dann ganz schnell den Weg Richtung Hofsteder Straße. In die Straße kamen wir auch ganz schnell, nur waren wir natürlich von der falschen Seite unterwegs. Also nochmals kehrtgemacht, und von einer anderen Seite probiert. Nach mehreren Fehlversuchen hatten wir endlich unser Ziel erreicht, und das Haus Fey tauchte vor unseren Augen auf.

Ankunft im Haus Fey[Bearbeiten]

Haus Fey
Zusammensitzen

Mit dem Gepäck in unseren Händen gingen wir dann durch den Biergarten in das Haus Fey hinein. Da es geregnet hat, hatten sich alle Selfer gemütlich an den Tischen versammelt. Kurz das Gepäck irgendwo abgestellt und erst mal alle begrüßt. Toll, wen man da so alles wiederfand! Die meisten kannte ich aus dem SELFHTML Forum, an einem Tisch saßen wahsaga und Gernot, an einem anderen Christian und Thomas J. S. Ob ich jemals erfahren werde, wofür das J in seinem Namen steht?

Überhaupt stellte ich fest, dass viele Leute ganz anders waren als ich mir sie vorgestellt habe. Auch vom Alter her: Bei solch einem Treffen gibt es teilweise Fehlabschätzungen von bis zu 20 Jahren. Ich wurde von meinem Schreibstil her von jemandem auf 35 Jahre geschätzt, dabei bin ich derzeit erst 20. *g*

Nach der großen Vorstellungsrunde holte ich mir erst mal selbst noch etwas am Grill, und natürlich ein kühles Bier. Dann gesellte ich mich zu den Leuten hin. Wir redeten über alles mögliche. Alexander schlug vor, eine Programmiersprache namens HTML auf Basis der "esoterischen" Programmiersprache Brainfuck zu entwickeln. Wozu? Bestimmt nur um noch mehr HTML-Anfänger durchdrehen zu lassen. Henryk, der ein paar Wochen zuvor in Holland auf der "What The Hack" in den Niederlanden war, schien jedenfalls sehr interessiert an Alexanders Idee zu sein.

Bei diesem Selftreffen waren eine Menge Kameras dabei - wie ich später erfuhr, war es bei anderen Selftreffen noch wesentlich "schlimmer". Nicht aufregen, Leute - Fotos sind doch eine tolle Sache! Früh morgens (und einige Bier später) ging's dann hinein ins Schlafgemach, wobei einige spät nachts noch in die "Self-WG" nach Dortmund verschwanden.

Samstag[Bearbeiten]

Schwein gehabt

Nach einem gemeinsamen Frühstück entdeckten einige das Gehege von zwei großen Schweinen, die sich genüsslich über die Essensreste vom vorigen Abend hermachten (aber ungepellte Kartoffeln ließen sie liegen, die verwöhnten Tiere). Die Wirtin des Hauses - Elli - erzählte uns, dass sie die beiden damals gekauft hat, als sie noch ganz klein gewesen sind. Die Verkäuferin hatte ihr damals vorgelogen, es seien Zwergschweine, und sie seien gleichen Geschlechts.

Deutsches Bergbau-Museum

Später verschwand die Masse dann ins deutsche Bergbau-Museum, dass gerade einmal 5 Minuten Fußweg vom Haus Fey entfernt liegt. Zu sehen gab es ein nachgemachtes Tunnelwerk, in dem zahlreiche Apparaturen des Bergbaus ausgestellt waren. Ein besonderes Highlight war später der Turm, auf den man mit einem Aufzug hochfahren konnte. Von den zwei Plattformen hatte man eine tolle Aussicht über ganz Bochum. Bilder sind natürlich eine Menge geschossen worden, aber wenn ich jetzt anfange hier Bilder davon zu zeigen wäre fast kein Platz für Text mehr da. ;-) Die Links zu den Bildern gibt's deshalb unten.

Kühles Eis und heiße Öfen[Bearbeiten]

Im "normalen" Teil des Bergbau-Museums gab es noch einige Modelle zu sehen, an den Wänden hingen Bilder und man konnte Mineralien ansehen (und sie später auch kaufen, sofern Geld und Wille vorhanden waren). Leider war ich nicht dabei, aber einige von uns haben später dort anscheinend ein Bild entdeckt, das sie sehr belustigt hat - ein Bild mit dem Text "Belehre den Neuling", mit den kleinen unscheinbaren Buchstaben "FAQ" oben rechts. Ob da wohl jemand von den SELFHTML-Leuten seine Finger mit drin gehabt hat?

Merkel Kosmetik

Auf dem Rückweg zum Haus Fey nahmen wir noch schnell die in der Nähe gelegene Eisdiele mit (ich erinnere unseren fröhlichen "Mann aus der Schweiz" noch an die nette Unterhaltung mit der einen Bedienung ;-). Als wir letztendlich zum Haus Fey zurückgingen, liefen wir an einem Laden mit dem süßen Namen "Merkel Kosmetik" vorbei, über den wir uns lustig machten. Einer fand, der Name wäre irgendwie ein Widerspruch in sich. Was er damit wohl gemeint haben mag? Ich finde sogar, dass die beiden Bestandteile des Namens perfekt harmonieren.

Hochofen

Nach kurzem Treffen im Haus Fey fuhren wir dann via S-Bahn und Bus zu einem Stahlwerk, das nun schon seit einigen Jahrzehnten stillgelegt ist. Das Stahlwerk war eigentlich sehr interessant, der Rundgang mit vielen textlichen und sogar audiovisuellen Informationen versehen. Romy war insbesondere begeistert daran, dass der Rundgang speziell für Kinder gut hergerichtet wurde (mit einer Ratte als "Maskottchen" des Stahlwerks). Die Sportlichen unter uns gingen dann die Treppen am Hochofen hinauf. Das war ein ordentlicher Aufstieg! Immerhin wurde man oben von einem schönen Rundblick belohnt, und ja: Auch davon gibt es Fotos. Aber das wusstet ihr natürlich schon, gell? Danach fuhren wir wieder zurück ins Haus Fey, wo Elli schon sehnsüchtig auf uns wartete. Und dann wurde es endlich Zeit für das Abendessen beim Italiener...

Beim Italiener[Bearbeiten]

Die ganze Bande ließ sich dann also beim Italiener nieder. Für die Vegetarier und Veganer unter uns wurden extra Speisen hergerichtet (nein, keine Extrawürste), von denen aber auch die Fleischesser ordentlich zehrten. Zur guten Verdauung gab es natürlich auch eine Menge kühles Bier, das unseren Durst mehr als nur stillte. Chräcker und Anke saßen mit an meinem Tisch, und irgendwann bemerkte jemand dass alle an unserem Tisch Brillen trugen - bis auf Anke. Dafür trug sie Kontaktlinsen...


Tja, was soll ich sagen? Nachdem alle satt waren splittete sich die Gruppe abermals auf, zwischen denen die beim Italiener blieben und denen die zum Haus Fey zurückgingen. Außerdem sollen drei Leute noch zum Bermuda3eck gefahren sein.

Zurück im Haus Fey[Bearbeiten]

Der Kicker

Im Haus Fey wurden am Kicker und an der Tischtennisplatte regelrechte Wettkämpfe ausgetragen. Die Wettkämpfe am Kicker waren leider sehr schnell vorbei - dafür war die Tischtennisplatte draußen noch für längere Zeit in Benutzung. Spät abends dann saßen wir alle im Kreis, und in kleinen Grüppchen wurde mal wieder geschwätzt was das Zeug hält. Und fotografiert - natürlich. Über was alles geredet wurde? Zum Beispiel über Kühe. (harhar, ist ein Insider ;-) Kühe sind doch echt interessante Tiere, sooo nützlich und sooooo süß noch dazu! Ach egal, ich schweife ab. Jedenfalls erzählten wir uns viele Witze, weshalb ich überhaupt auf das Thema mit den Kühen gekommen bin. Eine kleine Gruppe hat mit Karten gespielt (war es MauMau? ich weiß es nicht mehr genau). Früh morgens gingen die meisten dann ins Bett, so gegen 2-3 Uhr hat sich der Sitzkreis draußen ein wenig aufgelöst.

Sonntag[Bearbeiten]

Keysigning-Party

Tja, da war das Treffen auch schon fast vorbei. Nach einem gemeinsamen Frühstück rief Henryk zur eingeplanten Keysigning-Party auf. Dabei geht es darum, dass möglichst viele Leute sich treffen und gegenseitig ihre PGP- oder GPG-Schlüssel signieren um das Web of Trust zu stärken

In Kurzform: Die Schlüssel dienen zum Beispiel dazu, E-Mails zu verschlüsseln oder zu unterschreiben. Dazu muss aber sicher gestellt sein, dass der verwendete Schlüssel wirklich dem vorgeblichen Besitzer gehört. Und hier spielen Unterschriften von anderen Benutzern eine wichtige Rolle: Wenn Alice den Schlüssel von Bob bereits kennt und ihm vertraut und Bob den Schlüssel von Carmen unterschrieben hat, kann Alice mit einiger Sicherheit davon ausgehen, dass der Schlüssel, der vorgibt Carmen zu gehören auch wirklich ihr gehört. Das funktioniert offenbar um so besser, je mehr Leute sich treffen und gegenseitig ihre Schlüssel unterschreiben um so das Netz noch enger zu verknüpfen

Ende[Bearbeiten]

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Oder so ähnlich? Jedenfalls hat mir das diesjährige Selftreffen sehr gefallen (mit der Ausnahme des <I> s, dass mir einige zugespielt haben). Es war sehr interessant, die Leute hinter den Nicknames kennen zu lernen. Schade fand ich eigentlich nur, dass unser Stefan gefehlt hat - aber der hat bestimmt derzeit wichtigeres zu tun. ;-)

Und ich habe mir vorgenommen: Beim nächsten Selftreffen 2006 in Erlangen bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei!

Bilder[Bearbeiten]

Die Bilder vom diesjährigen Treffen gibt es hier: community.de.selfhtml.org

Informationen zum Autor

Name:
Marc Reichelt
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