Grundlagen/WorldWideWeb

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Der Begriff Internet bezeichnet das weltweite Netzwerk von Rechnern, Servern und Infrastruktur – also die technische Basis. Es ist das, was Computer verbindet: Kabel, Router, Server, IP-Adressen usw.

Das WWW (WorldWideWeb, ein Wort, deutsch: Weltweites Netz) ist ein Software-Dienst, der im Internet läuft. Das WWW ist eine riesige Sammlung miteinander verknüpfter Seiten (Websites), auf die über Browser mit HTTP/HTTPS zugegriffen wird.[1][2]

Stell dir das Internet als Straßen und das WorldWideWeb als Häuser, Geschäfte und Ziele an diesen Straßen vor, neben anderen Diensten wie E-Mail oder Dateiübertragungen.

Die Entstehung des WWW

Tim Berners-Lee und Vinton G. Cerf

Tim Berners-Lee und Vint Cerf

Der gebürtige Brite Tim Berners-Lee, in den 80er und bis in die 90er Jahren Informatiker am Genfer Forschungszentrum für Teilchenphysik CERN[3], schrieb ein Hypertext-Programm, mit dem man Textdateien editieren konnte, die in "nodes" (Knoten) unterteilt waren. Ein Knoten konnte alles sein, was so an Daten anfiel – Adressen, Gesprächsnotizen, spontane Ideen, Erlebnisse, Arbeitsergebnisse. Zu jedem Knoten gab es eine zugehörige Liste mit Links zu anderen Knoten. Man konnte auf jegliche Art von Querbeziehung linken, die man kannte oder fand. Links auf Ziele innerhalb einer Datei wurden vom Programm automatisch bidirektional dargestellt – das heißt, auch wenn der Link nur von A nach B gesetzt war, fand man bei B in der Liste den Rückverweis auf A.

Im Herbst des Jahres 1990 schrieb Berners-Lee eigenhändig die ersten Versionen der drei Säulen seines Konzepts:

  1. die Spezifikation für die Kommunikation zwischen Web-Clients und Web-Servern – das so genannte HTTP-Protokoll (HTTP = Hypertext Transfer Protocol)
  2. die Spezifikation für die Adressierung beliebiger Dateien und Datenquellen im Web und im übrigen Internet – das Schema der sogenannten URIs (URI = Universal Resource Identifier, universeller Quellenbezeichner).
  3. die Spezifikation einer Auszeichnungssprache für Web-Dokumente, der Berners-Lee den Namen HTML gab (Hypertext Markup Language, Hypertext Auszeichnungssprache).

Berners-Lee schrieb auch die erste Web-Server-Software. Der Rechner, auf dem diese Software installiert wurde, war unter dem Namen info.cern.ch erreichbar. Dort stellte Berners-Lee an Weihnachten 1990 die ersten, in HTML geschriebenen Webseiten der Welt zur Verfügung. Seine Ideen wichen dabei ursprünglich durchaus von dem ab, was schließlich aus dem Web wurde. So setzte sich Berners-Lee immer dafür ein, Web-Seiten online editierbar zu machen, sodass Web-Seiten-Besucher Texte fortschreiben konnten, sofern der Anbieter entsprechende öffentliche Schreibrechte für die Dateien vergab. Doch die Web-Browser, die sich schließlich durchsetzten, waren reine Lese-Software.

Browser - die Allzweckmaschine

Das Web ist so gemacht, dass auch ungeübte Nutzer es leicht bedienen können. Bei älteren Diensten wie FTP muss man sich durch fremde Ordner klicken, Dateinamen verstehen und Dateien erst herunterladen, um sie später zu öffnen.

Im World Wide Web dagegen werden Inhalte sofort im Browser angezeigt. Man muss keine Befehle kennen und keine Dateinamen eingeben. Mit einfachen Klicks kann man von Seite zu Seite gehen – daher spricht man auch vom „Surfen im Netz“.

Dieses Surfen folgt immer dem gleichen Muster:

  • URLs (Adressen),
  • HTTP/HTTPS (das Protokoll, also die „Sprache“ zwischen Browser und Server) und
  • Browser wie Chrome, Firefox oder Safari.

URL

Das Web ist eine riesige Sammlung von miteinander verlinkten Dokumenten. Diese können über ihre Adresse aufgerufen werden:

https://example.com/page.html

Dabei ist https das Protokoll, example.com der Domainname und /page.html die konkrete Ressource.

  • Namensauflösung im
    Domain Name System
    Von der IP zur URL

HTTP

Der Browser sendet eine Anfrage an den Server. HTTP/HTTPS ist das Protokoll, also die „Sprache“ zwischen Browser und Server. Der Server sendet eine Anwort in Form einer oder mehrerer Dateien zurück.

  • HTTP
    • Anfragemethoden
    • Statuscodes
    • Einsteiger-Tutorial

Browser

Zuerst liest und versteht der Browser das Dokument. Er zerlegt (engl. Parsen) das HTML in eine Struktur (das sogenannte DOM), lädt zusätzlich benötigte Dateien wie CSS, Bilder oder JavaScript nach und weiß danach, was auf der Seite steht und wie es aussehen soll.

Anschließend baut der Browser die Seite auf und zeigt sie an. Er berechnet Layout, Farben, Schriften und Positionen und zeichnet alles auf dem Bildschirm. JavaScript kann dabei noch Dinge verändern, nachladen oder auf Benutzeraktionen reagieren.

Kurz gesagt: Der Browser macht aus Textdateien eine sichtbare, interaktive Webseite.

Siehe auch

  • Was ist das Internet?
    • Entstehung des Internet
    • Wie funktioniert das Internet?

Weblinks

  1. Dies ist eine Neufassung eines ursprünglich 2001 geschriebenen Artikels von Stefan Münz: Entstehung des World Wide Web (web.archive.org) aus SELFHTML Doku 8.1.2; .
    Damals waren die Zielgruppe Erwachsene, heute wohl eher Jugendliche. Aus diesen Gründen wurde der Artikel gekürzt und angepasst.
    Matthias Scharwies, 29.12.2025
  2. World Wide Web (de.wikipedia.org)
  3. Weving the Web by Tim Berners-Lee (w3.org)